Alle "Fehler"
 

Worum
geht es ?

Es geht um eine Liste der Zugriffe auf Seiten, Bilder oder andere Dateien, die eine "Fehlermeldung" verursacht haben. Vielleicht sollte man besser nur von "Meldung" sprechen, denn nicht jede Meldung, die in diesem Bereich protokolliert wird, ist ein echter Fehler (s.u.) !  Hier erfahren Sie alles über die Listenbedienung.

Was wird gezeigt ?

Versuchte Zugriffe auf Seiten, Bilder oder andere Dateien, die nicht gefunden werden, Umleitungen, Unterbrechnungen, Serverfehler und viele andere Probleme können bei Zugriffsversuchen auftreten. In der Fehlerliste werden alle Fehler (incl. Fehler 404) protokolliert, und zwar mit der Fehlernummer, dem Namen der Seite/Bild/Datei die aufgerufen wurde, dem Referrer, der diesen Aufruf bewirkte und das Datum, wann dieser Zugriff stattgefunden hat. Eine Fehlernummer wird nicht(!) angezeigt: der Fehler 200, denn er bedeutet: Alles Okay !

Für wen ?

Diese Liste ist vor allem für Ihren Präsenzbetreuer wichtig. Hier zeigen sich i.d.R. deutlich jene Fehler, die durch Probleme des Servers oder anderer Umstände entstanden sind. Die Auswertung incl. für Fehler 404 ist wie bei allen Listen nach jedem Begriff sortierbar, also auch nach dem Zugriffsdatum. Damit ist die zeitliche Ausdehnung von Serverproblemen, die Behebung eines alten Fehlers 404 usw. gut überblickbar. Die Auswertung dieser Liste ist also eher Sache der Spezialisten.

Fehlernummern

Hier eine Auflistung der üblichen "Fehlermeldungen", die der Server an den Browser Ihres Kunden senden kann. Die Bezeichnung "Dokument" steht als Sammelbegriff für Seiten, Bilder und andere Dateien. (Protokoll: HTTP 1.1) In Klammern die englischen Fehler-Bezeichnungen

"Fehler" der 100er Gruppe sind rein informative Meldungen (Informational Codes) des Servers an den Browser, also keine Fehler im eigentlichen Sinne:

  • 100 Bitte fortfahren (Continue). Der Browser sollte weitere Daten senden. Der Server meldet sich danach nochmals.
  • 101 Der Browser hat eine Umstellung auf ein anderes Protokoll gewünscht, der Server ist einverstanden (Switching Protocols)

Die 200er Gruppe gehört nicht zu den Fehlermeldungen, im Gegenteil: zu den Erfolgsmeldungen (Successful)

  • 200 Standard-Rückgabewert: Alles Okay ! (OK) *** Fehler mit dieser Nummer erscheinen NICHT in der Fehler-Liste ***
  • 201 Die Anfrage konnte erfolgreich durch die Erzeugung einer neuen Datenquelle beantwortet werden (Created).
  • 202 Die Anfrage wurde erfolgreich angenommen, aber noch nicht abschließend beantwortet (Accepted). Diese Rückmeldung ist z.B. bei Batchprozessen sinnvoll, die ohne weitere Browser/Server-Verbindung nachträglich im Hintergrund ablaufen sollen.
  • 203 Alles Okay, aber zusätzliche(ggf. fehlende) Rückgabewerte von einer Software eines Drittanbieters (Non-Authoritative Information), d.h. dass der zurückgesendete Header zusätzliche Meta-Informationen enthält oder Teile der ursprünglichen Information entfernt sein können - die Rückgabe also nicht mehr originalgetreu ist.
  • 204 Alles Okay, aber es wird nichts (Neues) geliefert - Inhalt ist leer (No Content). Der Browser sollte die Darstellung nicht verändern.
  • 205 Inhalt zurücksetzen (Reset Content). Der Browser sollte die (Formular-)Seite neu (jungfräulich) aufbauen, um eine neue Eingabe zu ermöglichen.
  • 206 Es wurde ein Teilinhalt zurückgegeben (Partial Content). Der Browser (meist ein Browser-Hilfsprogramm; z.B. zum Download grösserer Dateien) hatte einen Teilinhalt angefordert, den der Server auch geliefert hat. Diese Art der Anfrage darf von einem Cache allerdings nicht gespeichert werden. Machen Sie sich um solche "Fehler-Meldungen" keine Sorgen: eine Reihe von Download-Helfern fragen immer nur Teilinhalte ab, um bei einem unerwarteten Abbruch weitermachen zu können. Wie oben beschrieben, sind alle Meldungen der 200er Gruppe keine Fehler, sondern Erfolgsmeldungen.

Im weitesten Sinne sind Fehler der 300er Gruppe Umleitungsmeldungen (Redirection):

  • 300 Mehrfach-Möglichkeit (Multiple Choices). Der Browser solle entscheiden, was (welche Quelle) er nutzen möchte. Er erhält dazu vom Server eine Liste mit mehreren Datenquellen.
  • 301 Permanent verschoben (Moved Permanently). Das Dokument befindet sich auf Dauer an einem anderen, aber bekannten Ort. Der Browser kann i.d.R. folgen. Die neue URL wird im Body der Meldung mitgeliefert. Bei einer GET-(üblich) oder HEAD-Anfrage wird der Browser automatisch folgen, ansonsten erst nach Bestätigung durch den Nutzer. Der 301er ist der klassische Redirect. In der Regel haben Sie (bzw. der Seitenersteller) hier mittels einer .htaccess-Datei die Umleitung selbst veranlaßt.
  • 302 Kurzzeitig verschoben (Moved Temporarily). Das Dokument befindet sich kurzfristig an einem anderen, aber bekannten(!) Ort. Der Browser kann folgen, das Dokument wurde gefunden. Bei einer GET-(üblich) oder HEAD-Anfrage wird der Browser automatisch folgen, ansonsten erst nach Bestätigung durch den Nutzer.
    Hinweis: Manche Server erkennen auch leicht falsch geschriebene Dateinamen und liefern statt eines 404-Fehlers("Nicht gefunden") mittels eines 302-Fehlers (ggf. auch 301er) den ähnlichsten Dateinamen zurück. So bleibt dem anfragenden Besucher eine Fehlermeldung erspart. In solchen Fällen sollten Sie prüfen, ob ein Link auf Ihrer Seite für die falsche Schreibweise verantwortlich war und dies abstellen.
  • 303 Die Anfrage kann an dieser Stelle nicht bedient werden (See Other). Der Browser sollte die Anfrage an eine andere Adresse richten, die im Header der Antwort gleich mitgeliefert wird. Dies ist der klassische "Redirect", z.B. durch Einträge in einer .htaccess-Datei. Diese Nachricht bedeutet nicht, dass die Resource verschoben wurde (s. 301, 302) und darf von einem Cache nicht gespeichert werden.
  • 304 Keine Änderung am Dokument seit der letzten Anfrage (Not Modified), deshalb bitte den Cache benutzen ! Bei üblichen bedingten Anfragen des Browsers werden dem Server Daten des gewünschten Dokumentes mitgeteilt, an denen er erkennen kann, ob dieses Dokument in gleicher Form schon beim Browser bekannt ist. In diesem Fall werden dem Browser wiederum nur Daten des Dokumentes (z.B. das Datum der letzten Änderung), nicht aber das komplette Dokument übermittelt. Dies spart unnötigen Datentransfer.
  • 305 Die Anfrage kann besser von dem angegebene Proxy-Server beantwortete werden (Use Proxy). Also Browser: Bitte dort (Adresse des Proxies wird mit Header zurückgeliefert) hingehen.
  • 306 War in früheren Versionen benutzt, jetzt unbenutzt, aber reserviert.
  • 307 Kurzfristig verschoben (ähnlich 302). Das Dokument befindet sich kurzfristig an einem anderen Ort. Der Browser kann i.d.R. folgen. (307 ist erst ab dem Protokoll HTTP 1.1 vorhanden)

Fehlermeldungen der 400er Gruppe sind Antworten des Servers auf Anfragen eines Browsers, die aus Sicht des Servers fehlerhaft waren (Client Error):

  • 400 Die Anfrage konnte so nicht verstanden werden (Bad Request). Anfrage bitte Ändern ! Diese Antwort erhält der Browser, wenn seine Anfrage schlichtweg falsch war und deshalb vom Server nicht verstanden werden konnte. Sofern nicht andere Fehlermeldungen aus der 4xx-Gruppe passender sind, wird der Fehlercode 400 zurückgeliefert.
  • 401 Der Besucher hatte keine Genehmigung bzw. Berechtigung, diesen Zugriff auszuführen (Unauthorized). Hier wird für die Beantwortung also ein Authorisierung mit Username und Passwort verlangt.
  • 402 Der Besucher muß für dieses Dokument eine Zahlung leisten (Payment Required), erst dann geht es weiter ! Bislang wird diese Meldung noch nicht benutzt, ist aber für zukünftige Bezahlvorgänge im Internet reserviert.
  • 403 Verbotene Anfrage (Forbidden) !!! Dabei geht es nicht um eine fehlende Genehmigung, sondern die Art des Zugriffes selbst ist strikt verboten. Besser nicht wiederholen !
  • 404 Das angegebene Dokument konnte nicht gefunden werden (Not Found). Ein häufiger Fehler, wenn versucht wird, auf nicht vorhandene Dateien zuzugreifen (z.B. "/robots.txt" oder "/favicon.ico") oder Links zu folgen, deren Ziel längst umbenannt oder gelöscht worden ist.
  • 405 Die versuchte Zugriffsmethode ist nicht erlaubt (Method Not Allowed). Vergewissern Sie sich, dass Sie den richtigen MIME-Typ für die angefragte Resource verwendet haben. Der Server schickt zur "Hilfe" gleich die erlaubten Methoden zurück.
  • 406 Nicht akzeptierbare Beschreibung zur Auffindung des gesuchten Dokuments (Not Acceptable). Der Browser hatte Charakteristiken angegeben, die dass gewünschte Dokument beschrieben. Der Server konnte aber kein Dokument zuordnen, das diese Vorgaben erfüllen konnte. Der Server liefert zur "Hilfe" eine Liste mit Beschreibungsmöglichkeiten zurück.
  • 407 Keine Genehmigung; ähnlich 401, hier muß aber eine Genehmigung vom Proxy eingeholt werden (Proxy Authentication Required).
  • 408 Der Browser hat nicht innerhalb angemessener Zeit geantwortet (Request Timeout). Der Browser hatte eine unvollständige Anfrage gestellt, die nicht innerhalb der zulässigen Zeitspanne vom Browser komplettiert worden ist. Die Verbindung wurde daher vom Server aus unterbrochen.
  • 409 Konflikt bei der Bearbeitung aufgetreten (Conflict). Seltener Fehler, meist nicht in Verbindung mit Browsern. Hier wurde eine Anfrage (meist mit PUT) gestellt, die aufgrund des Status des Dokuments nicht ausgeführt werden kann, der Anfragende diesen Konflikt aber durch eine Änderung der Anfrage beheben könnte.
  • 410 Das gewünschte Dokument ist nicht mehr verfügbar (Gone). Der Server kennt keine neue Adresse, die er zurückliefern könnte; quasi "Unbekannt verzogen".
  • 411 Der Server benötigt zur Beantwortung der Anfrage die Länge des gewünschten Dokuments (Length Required)
  • 412 Vorgaben des Browsers konnten nicht verstanden oder erfüllt werden (Precondition Failed). Der Browser hatte Vorbedingungen bezüglich des angeforderten Dokumentes gestellt, die entweder nicht verstanden oder vom Dokument nicht erfüllt werden konnten.
  • 413 Die Anfrage ist zu lang, um bearbeitet werden zu können (Request Entity Too Large). Vermutlich durch einen Übertragungsfehler bzw. -abbruch bedingt. Bei temporärem Problem sendet der Server gleich ein eZeitvorgabe mit, nach der die Anfrage wiederholt werden kann.
  • 414 Die Adresse des Dokuments war zu lang, um bearbeitet zu werden (Request-URI Too Long). Solche Fehler unbedingt beachten, da hier aller Wahrscheinlichkeit aus einem POST ein GET gemacht wurde und Daten in die URL "gerutscht" sind. Es kann aber auch ein Hinweis auf einen Hackerangriff sein, wobei hier versucht wurde, durch einen Buffer-Overrun bestimmte Fehler auszulösen. Prüfen Sie also, ob eines Ihrer Formulare diesen Fehler bewirkt hat oder ob der 414er durch eine Direkteingabe im Browser ausgelöst wurde.
  • 415 Der Typ des angeforderten Dokuments wird nicht unterstützt oder nicht verstanden (Unsupported Media Type).
  • 416 Fehler, weil die nach Vorgabe zu verwendeten Zeiger nicht auf den ausgewählten Inhaltsteil verweisen.
  • 417 Die Erwartungsvorgabe konnte vom Server (oder dem verbundenen Proxy) nicht erfüllt werden

Die Fehler der 500er Gruppe zeigen Verarbeitungsfehler im Server an (Server Error), sofern der Server diese eigenen Fehler auch erkennen kann:

  • 500 Interner Fehler im Server (Internal Server Error). Dies können Hard- oder Softwarefehler sein, die den Server von einer korrekten Abarbeitung abhalten, z.B. bei der Abarbeitung von CGI-Scripts, wenn dort interne Fehler vom Interpreter geliefert werden.
  • 501 Die Anfrage kann von diesem Server grundsätzlich nicht beantwortet werden - weil nicht diese Art der Anfrage entweder nicht implementiert(eingebaut) ist, oder einfach unbekannt ist (Not Implemented).
  • 502 Fehler wurde vom zwischengeschalteten Proxy bzw. Gateway erkannt (Bad Gateway). Der hintergeschaltete Server hat also vermutlich fehlerhafte Daten geliefert
  • 503 Der Server hat wegen Überlastung den Dienst (zeitweise) eingestellt (Service Unavailable).
  • 504 Der zwischengeschaltete Proxy bzw. Gateway meldet einen Timeout (Gateway Timeout), verm. hat der hintergeschaltete Server nicht rechtzeitig reagiert.
  • 505 Das angegebene Protokoll der HTTP-Übertragung wird vom Server nicht unterstützt (HTTP Version Not Supported). Der Server liefert i.d.R. eine Liste mit den unterstützten Protokollen zurück.

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